Eine Analyse von zwei Milliarden Aufzugsfahrten in 18 europäischen Städten belegt einen strukturellen Nutzungswandel in Wohn- und Bürogebäuden.
Für Eigentümer, Verwalter und Betreiber verschiebt sich damit die zentrale Aufgabe vom Neubau zur Modernisierung des Bestands.
• Wohngebäude tragen Bürolasten. In Brüssel liegt die Aufzugsnutzung in Wohnhäusern mittags über der Pendlerspitze, 40 % der werktäglichen Fahrten fallen zwischen 10 und 16 Uhr. Das Zuhause ist zum Arbeitsplatz geworden.
• Gebäude laufen länger als der Arbeitstag. In London finden 17 % der Bürofahrten außerhalb der regulären Arbeitszeiten statt, der höchste Wert Europas.
• Die Auslastung schwankt drastisch. In Mailand fällt die Aufzugsnutzung im August auf 47 % eines Normalmonats. Das wirft die Frage auf, ob halb leere Gebäude weiter voll gewartet, geheizt und gekühlt werden.
• Bis zu 95 % des Gebäudebestands sind 2050 noch in Nutzung. Die Aufgabe heißt Anpassung, nicht Neubau.
• Modernisierung geht schnell. Ausgewählte Modernisierungspakete lassen sich in bereits nur einer Woche installieren* und halten die Ausfallzeit für Mieter und Eigentümer gering.
Was bedeutet der beobachtbare Nutzungswandel für den Gebäudebetrieb?
Wohngebäude werden tagsüber zu Arbeitsplätzen, Bürogebäude bleiben über die Kernzeit hinaus aktiv, und die Auslastung ganzer Bestände schwankt im Jahresverlauf stärker, als es Wartungs-, Energie- und Bewirtschaftungskonzepte bislang abbilden.
Brüssel liefert das deutlichste Bild. Die Nutzung von Aufzügen in Wohngebäuden liegt dort zur Mittagszeit leicht über den üblichen Pendler-Spitzenzeiten, 40 % der werktäglichen Fahrten finden zwischen 10 und 16 Uhr statt. Das eigene Zuhause bleibt ein wichtiger Arbeitsort, mit entsprechenden Anforderungen an Anlagen, die einst für reine Wohnnutzung ausgelegt wurden. London steht für das andere Muster. 17 % aller Fahrten in Büroaufzügen fallen außerhalb der regulären Arbeitszeiten an, keine große europäische Büroflotte ist außerhalb der Kernzeit stärker in Betrieb.
Zugleich schwankt die Auslastung im Jahresverlauf erheblich. Keine Stadt leert sich so sehr wie Mailand, wo die Aufzugsnutzung im August auf 47 % eines Normalmonats sinkt, der stärkste saisonale Rückgang in Europa. Für Betreiber stellt sich damit eine konkrete Frage. Werden Gebäude, die einen Monat lang auf weniger als der halben Kapazität laufen, entsprechend gewartet, geheizt, gekühlt und bewirtschaftet, oder tragen sie unnötige Kosten
und Emissionen?
Über allem steht ein struktureller Befund
Da voraussichtlich bis zu 95 % des heutigen europäischen Gebäudebestands auch 2050 noch genutzt werden, liegt die Aufgabe der Branche überwiegend in der Anpassung des Bestands, nicht im Neubau. Gebäude, die für frühere Arbeits- und Lebensmuster konzipiert wurden, müssen mit den veränderten Nutzungen Schritt halten, damit sie sicher, komfortabel und wirtschaftlich betreibbar bleiben.
Die Datenbasis dafür ist außergewöhnlich breit. KONE, ein weltweit führendes Unternehmen in der Aufzugs- und Rolltreppenbranche, hat fast zwei Milliarden Aufzugsfahrten in 18 europäischen Städten aus den letzten 12 Monaten ausgewertet, ohne die Verzerrungen umfragebasierter Erhebungen. In einem wachsenden Netzwerk aus mit der Cloud vernetzten Aufzügen wird jede Fahrt zwischen den Etagen gezählt. Täglich befördert KONE über zwei Milliarden Menschen mit seinen Anlagen weltweit.
Karla Lindahl, EVP für Europa bei KONE, sagt: «Unsere neuesten Daten zeigen die vielfältigen Arten, wie Menschen Gebäude in europäischen Städten nutzen. Ihnen ist gemeinsam, dass sie auf eine alte Gebäudeinfrastruktur angewiesen sind, von der der Grossteil voraussichtlich auch im Jahr 2050 noch bestehen wird und die den sich ändernden oder weiterentwickelnden Gewohnheiten gerecht werden muss. Unsere Erkenntnisse unterstreichen die Notwendigkeit, Gebäude zu modernisieren, um den Bewohnern weiterhin Sicherheit, Komfort und Effizienz zu bieten und dazu beizutragen, dass Städte auch in Zukunft funktionieren. Technologische Fortschritte ermöglichen weiterhin eine schnellere Modernisierung von Aufzügen in Gebäuden, was den raschen städtischen Wandel vorantreibt. Wir können die unverzichtbare Aufzugsinfrastruktur mittlerweile in nur einer Woche modernisieren, um Beeinträchtigungen zu minimieren und den Aktivitätsrhythmus der Städte aufrechtzuerhalten.»
* Ausgewählte Modernisierungspakete können in nur einer Woche installiert werden, abhängig vom Aufzugstyp, dem Umfang, den baulichen Gegebenheiten vor Ort und den örtlichen Genehmigungsvorschriften. Die Angabe bezieht sich auf die Installation des Upgrade-Pakets zur Elektrifizierung und Signalisierung, nicht auf das gesamte Projekt.
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Über KONE
Bei KONE ist es unser Ziel, die Zukunft der Städte zu gestalten. Als weltweit führendes Unternehmen in der Aufzugs- und Rolltreppenbranche befördern wir täglich zwei Milliarden Menschen und sorgen mit intelligentem und nachhaltigem People Flow® dafür, dass ihre Wege sicher, bequem und zuverlässig sind. Im Jahr 2025 erzielte KONE einen Jahresumsatz von 11,2 Milliarden Euro und beschäftigte zum Jahresende über 60.000 Mitarbeiter in fast 70 Ländern. Die KONE-Aktien der Klasse B sind an der Nasdaq Helsinki Ltd. in Finnland notiert.












